Erhöhung des Mindestlohnes zum 1. Januar kann nur ein Anfang sein

Wir brauchen in M-V mehr tarifgebundene und -orientierte Löhne.
Vom durch die SPD zunächst im Land und dann auf Bundesebene durchgesetzten Mindestlohn profitieren viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern. Mit der auf dem Weg gebrachten Erhöhung des Mindestlohnes von 8,50 Euro auf 8,84 Euro pro Stunde, wird sich die Situation zum Jahresbeginn für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer noch einmal verbessern. Das kann aber nur der Anfang sein für die etwa 145.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die in Mecklenburg-Vorpommern lediglich den Mindestlohn erhalten.Jetzt geht es darum, die Lohnspirale dauerhaft nach oben in Gang zu setzen, auch um der Altersarmut entgegenzuwirken. Wir benötigen in unserem Land mehr tarifgebundene und -orientierte Löhne und Gehälter. Nur als “ Land der Guten Arbeit“ hat M-V Chancen, Fachkräfte zu halten bzw. neue zu gewinnen und Wertschöpfung zu sichern.
Wir werden deshalb gemeinsam mit den Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden beraten, wie die Tarifbindung im Land deutlich gestärkt werden kann.

Ein wichtiges Instrument hierbei ist es, die Wirtschaftsförderung in unserem Land an die tarifliche Entlohnung zu knüpfen. Und bei der anstehenden Überarbeitung des Landesvergabegesetzes werden soziale Kriterien eine deutlich stärkere Rolle spielen. Auch die kommunale Ebene wollen wir davon überzeugen, öffentliche Aufträge nur noch an Unternehmen zu vergeben, die soziale Standards einhalten.

Jeder Euro mehr an Einkommen und Wirtschaftskraft in unserem Land bedeutet mehr Kaufkraft, mehr Investitionsfähigkeit der Unternehmen und später auch höhere Renten für die heutigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.