Geschlossenheit des Landtages bei Werftenrettung ist starkes Signal an Banken, den Bund und die Menschen im Land

Werften sind gesund, brauchen aber vorübergehende Unterstützung

Die Sondersitzung des Landtages MV zur Rettung der MV-Werften, die unverschuldet durch den Einbruch der Kreuzschifffahrt durch Corona in die Krise geraten sind, hat drei Adressaten.

Der erste Adressat sind die Banken. Ihnen müssen wir deutlich machen, dass wir als Landtag hinter dem Schiffbau stehen. Ihnen müssen wir deutlich machen, dass wir nach dem damaligen Einsatz aller Steuerzahler für die Bankenrettung auch von den Banken Verantwortung und Solidarität erwarten.

Der zweite Adressat ist der Bund. Ihm müssen wir das Signal geben, dass wir an eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Fortführung des Schiffbaus auf den MV-Werften glauben und das die Werften im Land genauso wichtig sind, wie etwa die Lufthansa für die Rhein-Main-Gegend. Zugleich müssen wir betonen, dass es nicht darum geht, die Werften zu sanieren, sondern dass diese durchaus gesund sind, allerdings wegen des Ausnahmezustandes vorübergehende Hilfen brauchen, um nicht zu „erkalten“ und um Beschäftigte und Zulieferer sicher unter den Rettungsschirm des Bundes zu führen.

Der dritte Adressat sind die Menschen im Land, ob Werftarbeiter oder nicht. Ihnen müssen wir aufzeigen, dass wir hinter den Arbeitsplätzen im Land, aber auch für einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern stehen.

Wir glauben an den Standort, wir kämpfen darum, dass der Schiffbau als unser industrielles Herz weiterschlägt.